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Was hilft gegen Knoblauchgeruch?

Hausmittel gegen eine "Knoblauch-Fahne“ gibt es genügend. Doch die meisten helfen nur begrenzt
von Dr. Martina Melzer, aktualisiert am 10.10.2016

Knolle mit Nachgeschmack: Knoblauch

iStock/floortje

Der Döner war köstlich. Aber diese Knoblauchfahne danach! Verantwortlich dafür ist ein Inhaltsstoff, das sogenannte Allicin. Diese schwefelhaltige Substanz entsteht, wenn Sie Knoblauch zerkleinern. Und zwar durch eine chemische Reaktion aus der Vorläufersubstanz Alliin.

Nach Genuss von Knoblauch – ob zu Pasta oder in Zaziki – gelangt das Allicin zunächst in den Magen-Darm-Trakt. Dort nimmt der Körper die Substanz und deren Nebenprodukte auf und gibt sie ins Blut ab. Von da verteilen sie sich praktisch im ganzen Körper. Über Lunge und Haut geben Knoblauchesser die schwefeligen Substanzen wieder ab. Und das müffelt mal mehr, mal weniger intensiv.

Rohe Kaffeebohnen gegen Knoblauchgeruch?

Peinlich von der "Fahne" berührt, versuchen Knoblauch-Sünder mit den wildesten Methoden, den Geruch wieder loszuwerden. Manch einer knabbert an Kaffeebohnen, andere kauen auf Petersilienblättern, in Indien setzen Einheimische auf Kardamom. Petersilie und Kardamom enthalten ätherische Öle, die das Knoblauch-Aroma vertreiben sollen. Doch wer mag schon rohe Kräuter oder Kaffeebohnen essen?

Weitaus angenehmer ist dagegen ein Kaugummi mit Pfefferminzaroma. Das ätherische Öl des Heilkrauts wirkt zumindest vorübergehend gegen Mundgeruch, genauso wie Chlorophyllkapseln aus der Apotheke. Auch ein Glas Milch neutralisiert für eine gewisse Zeit die Ausdünstungen aus dem Rachen. Manch einer schwört auf Ingwer als Anti-Knoblauch-Mittel – zum Beispiel eingelegt oder als gezuckertes Kaubonbon. "Letztendlich kommt man aber nicht dauerhaft gegen die Knoblauchfahne an, da die Inhaltsstoffe auch über die Haut ausgedünstet werden", sagt Gesa Maschkowski, Ernährungswissenschaftlerin beim aid infodienst.

Knoblauch gilt als gesund

Ein Trost: Knoblauch gilt als ziemlich gesund. Der schwefeligen Substanz Allicin und ihren Nebenprodukten sprechen Ernährungswissenschaftler diverse positive Effekte zu. Der Stoff soll das Wachstum von Bakterien hemmen, Viren abwehren und Pilzen den Garaus machen. Außerdem gibt es Hinweise, dass Allicin potenziell die Gefäße schützen könnte und so – im Rahmen einer gesunden Ernährung – das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten vermindern könnte. Maschkowski erklärt: "Wer nach Knoblauch riecht, weiß, dass Allicin gerade seine positiven Wirkungen entfaltet."

Knoblauchgeruch vermeiden

Wer Knoblauchgeruch so weit wie möglich vermeiden möchte, für den hat Peter Asch, Chefkoch der Klinik Silima am bayerischen Chiemsee, folgenden Tipp: "Nutzen Sie das Knoblaucharoma, essen ihn aber nicht mit." Das heißt, die klein gehackte Zehe in etwas Olivenöl anbraten und anschließend den Knoblauch wieder entfernen. So schmecken Spaghetti "Aglio e olio" genauso gut und der Geruch hält sich in Grenzen. Für Zaziki empfiehlt Asch: "Tauchen Sie die zerkleinerte Zehe kurz ins Gurkenwasser ein und nehmen sie dann wieder heraus."



Bildnachweis: iStock/floortje

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